Über mich

Zu mir selbst:
Geboren wurde ich 1950, als eines von vier Kindern, in dem beschaulichem Ort Crivitz, im Kreis Schwerin, in der Deutschen Demokratischen Republik. Schon früh entdeckte ich mein Interesse an Natur und kreativem Ausdruck, sei es kritzeln, malen oder basteln, wie früher gesagt wurde. Aber auch Worte und die Möglichkeit durch verkleiden in andere Charaktere zu schlüpfen faszinierten mich, und lange bevor ich selbst lesen konnte, bestaunte ich die fantastischen Bilderwelten vieler alter Märchenbücher. Der erste Sputnik den ich malte flog über die Pyramiden Afrikas, mit Palmen und Wüste und Schlangen. Obwohl ich nicht wußte was die Gebäude darstellten, faszinierte mich das Neue fremdartige dieser Welt.

Noch am Vortage meiner Verschleppung, denn so sah ich das auch noch viele Jahre später, schenkte mir mein bester Freund, eine handvoll selbstgegossener Bleisoldaten, welche ich unter einem Stein in unserem Garten verbarg, weil ich auch glaubte nächsten Tag wiederzukommen und damit zu spielen. Habe sie nie wiedergefunden.

 

Rausgerissen aus meiner unbeschwerten Kindheit, selbst mit blauem Pioniertuch, stand ich jetzt vor und in einer fremden Welt. Ostberlin! Ein Jahr vor der Mauer. Nach einer filmreifen Flucht, völlig übermüdet, schlafend auf einem einzigen Koffer, was mir Heimat gab. Es ist kaum zu zählen an wieviele Orte meine Familie gebracht, eingewiesen usw. wurde. Aber diese stete Unruhe und der Drang nach Veränderung setzten sich immerweiter fort. Gleich einem Wandergesellen oder Fahrensleuten, was sich bei mir später im Berufsleben wiederspiegelte. So habe ich seinerzeit, trotz wiederholter Vorschläge seitens meiner Lehrerschaft nicht eine künstlerische Laufbahn mit Abschluß eines entsprechenden Studiums, einschlagen dürfen, sondern im Kompromiß, die Kreativität einer Dekorateurlehre begonnen und abgeschlossen. Kunst war brotlos und Dekorateure sind kreativ arbeitende mit Einkommen. Das war der Kompromiß.

Was mich aber später nicht davon abhielt auf eigene Faust auf Wanderschaft zu gehen, was meinem Drang nach kreative Erfahrung machen, entsprach. Viele unterschiedliche Stationen, und bekannte Künstler, waren mir Arbeit und Brotgeber, und über zeitliche Assistenzen hinaus entwickelten sich freundschaftliche Beziehungen. Die Erfahrungen erstreckten sich aber auch auf andere Berufsbilder. Ob in Tischlereien, als LKW-Fahrer, Erntehelfer, Gastronomie, arbeiten in einer Schmiede, FOS Sozialpädagogik, Fraktion Die Grünen, Kindergarten, Betreutes Wohnen tätig, Theater, Feuerwehr, Roady, Kurier, GbR Art u.Weise, Bauernhof mit Schafzucht.

Meine engsten Vertrauten sind meine Söhne, Kai-Simon und Thilo- Wolfram, welche mich beraten, aber auch konstruktiv kritisieren und unterstützen.

 

Zu meiner Kunst:
Ich arbeite in verschiedenen Disziplinen (Objekt, Malerei, Installation…Text) und lasse mich dabei nicht in Schubladen zwingen. Habe vor nicht allzu vielem Respekt, bin eher neugierig und agiere unabhängig von Trendvorgaben, aber mit Achtung gegenüber alter Meister, welche ich gelernt habe als Handwerker zu verstehen; sowie sie es selber auch taten; in höchster Perfektion. Die Suche nach neuem Ausdruck in meinem Schaffen, ist die Qual, aber auch die Summe vielfältigen Denkens und Handelns. Da ich ein 68’er bin, und quasi Zeitzeuge bis heute, ist es mir ein Anliegen unkonventionell zu arbeiten, was manchmal erst im zweiten Blick den Zuschauenden erklärbar wird. Mir obliegt nicht der Zwang von Zielgenauigkeit, sondern die Freiheit im Gegebenem, da ich Kunst als unberechenbar empfinde!

 

Stationen meines Schaffens

Dekorateur (GB)
Ausbilder H.Kowalski (Meister) Minden/Lübbecke/Fa.E.Sczech

Prof. Horst Gläsker
(Düsseldorf/Kassel,Malerei,Performance)

Klaus Richter/Co. Keith Hearing
(Düsseldorf,Malerei,Objekt)

Peter Nagel
(Düsseldorf,Bildhauer)

Dirk Höller, Bad Essen
(Stahlbau und Kunstschmiede)